Gleitmittel und alles, was Sie darüber wissen müssen

Gleitmittel ist grundsätzlich ein wichtiger Helfer bei der Verwendung von Sexspielzug wie Vibratoren (sofern diese eingeführt werden müssen. Gerade bei recht großen Vibratoren oder wenn die Vagina einfach nicht feucht genug ist, um das Spielzeug ausreichend gleitfreudig zu machen, ist Gleitmittel ein absolutes Muss, um inneren Verletzungen vorzubeugen. Ebenso ist bei analen Spielereien auf genügend Gleitmittel zu achten!

Gleitmittel für die vaginale Benutzung

Die Vagina ist an sich selbst in der Lage, ausreichend Flüssigkeit zu produzieren, um das Einführen eines männlichen Gliedes zu erlauben. Allerdings gibt es immer Ausnahmen. So können Wechseljahre oder die Benutzung der Anti-Baby-Pille dazu führen, dass einige Frauen nicht mehr ausreichend „feucht“ werden. Bei Sexspielzeugen ist es zudem möglich, dass das Material ganz einfach mehr Feuchtigkeit benötigt, um eine ordentliche Gleitfreudigkeit aufweisen zu können. Das Einführen von sehr großem Spielzeug ist dann auf jeden Fall mit der Benutzung von Gleitmittel zu unterstützen, zumindest solange Sie nicht daran gewöhnt sind. Ansonsten ist es natürlich einigermaßen unproblematisch, wenn Sie einfach versuchen, das entsprechende Spielzeug vorsichtig einzuführen und bereits mit der Spitze die Gleitfreudigkeit austesten. Sollten Sie allerdings Anzeichen von Schmerzen (insbesondere Brennen) feststellen, müssen Sie abbrechen und zu Gleitmittel zurückgreifen. Gutes Gleitmittel muss auch nicht besonders teuer sein, so dass das kein Problem darstellen dürfte.

Gleitmittel für die anale Benutzung

Bei der Verwendung von Vibratoren und anderem Spielzeug ist immer mit größter Vorsicht vorzugehen. Das Einführen von großem Spielzeug ohne Gleitmittel kann durch eine Perforation des Darmes sogar zum Tod führen! Natürlich ist das eher die Ausnahme, dennoch können Sie sich brennende Schmerzen im Unterleib verschaffen, wenn Sie kein Gleitmittel einsetzen. Dabei ist die Größe des Spielzeuges auch egal – Gleitmittel muss auf der Hinterseite immer verwendet werden! Der Darm kann nämlich, im Gegensatz zur Vagina, überhaupt keine Flüssigkeit produzieren, mit der die Gleitfähigkeit von alleine gesichert werden würde. Für den analen Bereich gibt es übrigens spezielles Gleitmittel, welches dort länger verwendet werden kann, ohne dass Sie nachlegen müssen. Normales Gleitmittel lässt sich dort aber natürlich ebenfalls verwenden! Generell sollten Sie sich hier aber auf jeden Fall im Hinterkopf behalten: Lieber zu viel als zu wenig!

Arten von Gleitmittel

Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Arten von Gleitmitteln: wasserbasierte Gleitmittel und silikonbasierte Gleitmittel. Wasserbasierte Gleitmittel bieten eine Reihe von Vorteilen:

  • Günstiger Preis
  • Leicht auswaschbar
  • Verträglich für alle Materialien

Silikonbasierte Gleitmittel haben dagegen den Vorteil, dass sie nicht einfach während der Benutzung verdunsten. Bei ausdauernden Akten führt das dazu, dass silikonbasierte Gleitmittel weitaus weniger oft nachgeschmiert werden müssen, was deutlich mehr Bequemlichkeit mit sich bringt. Sollte Ihnen der erhöhte Preis nichts ausmachen und Sie Vibratoren aus geeigneten Materialen verwenden, sind silikonbasierte Gleitmittel die bessere Wahl. Verwendet werden sollten sie NICHT mit folgenden Materialien: Silikon, Cyberskin, Softskin, Holz. Neben den zwei genannten Gleitmittel Arten gibt es auch Gleitmittel auf Ölbasis (sogenannte Massage-Öls). Von deren Verwendung als Gleitmittel raten wir jedoch ab!